Schluss mit Winter

post by : Suter Alexandra



Schluss mit Winter

Klassische Winterferien in den Alpen sind bei den europäischen Touristen nicht mehr so berühmt wie auch schon. Die Europäer verreisen zwar immer häufiger in den Wintermonaten, jedoch verstärkt in wärmere Feriendestinationen. Über die letzten sieben Jahre ist der Prozentsatz von europäischen Wintertouristen im Ausland von 30 auf 40% gestiegen. Im Winter 2012/13 wurden von den Europäern insgesamt 127 Millionen Urlaubsreisen ins Ausland unternommen. Der größte Anteil von 25% machte Strandurlaub, 23% gingen auf Städtereisen, 17% auf Rundreisen und nur 7% entschieden sich für einen Wintersporturlaub.  Der Strandurlaub im Winter hat in den letzten Jahren Marktanteile von vier Prozent gewinnen können währen der Wintersporturlaub drei Prozent verlor.

Schweizer Destinationen reagieren ganz verschieden auf diese Entwicklung. Einige Destinationen entschieden sich, trotz sinkender Nachfrage, in ihr Bergbahnunternehmen zu investieren, andere hingegen versuchen den Schwerpunkt auf den Sommertourismus zu lenken.

Die Jungfrauregion gehört zu den Destinationen, die sich trotz sinkender Nachfrage entschieden hat in ihre Bergbahn zu investieren. Es wurden CHF 400 Millionen genehmigt um den Bau einer neuen Bahn von Grindelwald- Grund zum Eigergletscher zu realisieren.  Mit ihren 44 geräumigen Gondeln bieten sie nicht nur eine attraktive Aussicht auf die Eigernordwand, sie verkürzen zudem die Fahrt auf das Jungfraujoch. Die neue Gondelbahn ermöglicht es den Touristen in nur zweieinhalb Stunden von Bern auf dem Jungfraujoch zu sein,  also 45 Minuten schneller als es im Moment noch möglich ist.

Kanton Graubünden

Der Kanton Graubünden will die Wettbewerbsfähigkeit steigern und damit der Wertschöpfung, im Speziellen die Steigerung der Logiernächte im Frühling, Sommer und Herbst sowie die Frequenzen von Transportunternehmungen.

Im Jahr 2010 begannen sie mit dem Projekt „graubündenBIKE“, mit welchem Sie zum Ziel hatten, zur führenden Tourismusregion im Bereich Mountenbike zu werden. Für die Realisierung des Projektes wurden mit rund CHF 3.5 Mio. gerechnet. Und es hat sich auch als sehr erfolgreich herausgestellt. Mit ca. 4000km Routennetz und 280 erfassten Touren ist Graubünden die Nummer Eins Bike-Destination in der Schweiz und belegt den dritten Platz europaweit.

In Anlehnung an „Wandeland Schweiz“ von SchweizMobil, sowie dem erfolgreichen „graubündenBIKE“, setzt die Bündner Regierung auf die Wanderer. Sie hat das Wandern als Mittel zur Förderung des Tourismus entdeckt. Das Projekt ist für die Jahre 2015 bis 2018 mit insgesamt CHF 3.2 Mio. dotiert. Ziel von „graubündenHIKE“ ist es die Erhöhung der Wertschöpfung im Wandertourismus, sowie das Fördern der „aktiven Erholung in der Natur“ als gesunde und Ressourcen schonende Freizeit- und Tourismusaktivität in Kombination mit dem öffentlichen und privaten Verkehr. Des Weiteren wollen Sie die Schaffung von hohem wirtschaftlichem Nutzen in den Regionen durch die nachhaltige Nutzung der vielfältigen und einzigartigen landschaftlichen und kulturellen Infrastruktur des Kantons, erreichen.

„graubündenHIKE“ umfasst 11‘000km Wandernetz, 937 Berggipfel, 615 Seen und 370 Touren. Seit dem Jahr 2014 ist für „gaubündenHIKE und BIKE“ eine Applikation fürs Handy verfügbar. 

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