Panorama Tourismustrends – wo führt das hin?

post by : dan.wahlen



Dieser Blogpost behandelt Themen welche im Tourismus im Wandel sind und auch in Zukunft beschäftigen werden. Er zeigt mögliche Trends und neue Ideen auf.

Veränderungen der Mobilität

Die Ausgestaltung der künftigen integrierten Transportkette ist eine der grossen Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Fernbusse drängen mittlerweile definitiv in den Markt. Politisch gibt es zwei Lager. Während die Gegner behaupten, dass die Fernverkehrsbusse zu einer Verstopfung der Strassen und Gefährdung des Taktfahrplans führe, lassen die Befürworter verlauten, dass der Fernbussverkehr nachhaltiger sei als individueller Autoverkehr und gerade für abgelegene Bergregionen sinnvoll wäre.

Digitalisierung

Es wird erwartet, dass die aktuell 350 Tourismusbüros in der Schweiz in den nächsten Jahren zum grossen Teil verschwinden werden. Durch die Digitalisierung geht man von anderen Arten von Arbeit aus, auch in der Gastronomie und an Hotelempfängen. Es wird aber auch in Zukunft noch Spezialisten vor Ort in den Tourismusgebieten brauchen.

Overtourism

Jährlich steigt die Anzahl Touristen an. Dies führt in der Regel zu wirtschaftlichem Aufschwung. Orte welche von Touristen allerdings überflutet werden, tragen teils auch negative Auswirkungen davon. Doch was kann man dagegen tun?

Santorini beispielsweise begrenzt die Besucherzahl welche von Kreuzschiffen auf die Insel darf. Die Region Cinque Terre führt ein Ticketing System ein, welches maximal 1.5 Mio Touristen auf einmal Zugang in das Gebiet genehmigt.

Innovativ sticht vorallem Amsterdam hervor, welche nach einer Analyse mittels Einfügen eines Chips in die city card, die Besucherströme nachvollziehen können. Dabei wurde festgestellt, dass eine Mehrheit der Kunden morgens das Van Gogh Museum besucht und am Nachmittag eine Kanalfahrt macht. Um dem grossen Ansturm entgegenzuwirken, führten sie Videoübertragungen ein der Warteschlange, kreierten eine App welche Push-Benachrichtgungen versendet, dass man lange anstehen muss und schafften neue touristische Ziele wie beispielsweise den Amsterdam Beach, 14 Kilometer ausserhalb von Amsterdam.

Upgrade your Winter – allgemeine Trends / Herausforderungen

Die KOF prognostiziert einen Anstieg der Logiernächte für die anstehende Wintersaison von 3.7 % in den alpinen Regionen. Um diesen Aufwärtstrend zu bestärken hat sich Schweiz Tourismus (ST) mit der Kampagne «Upgrade your Winter» welche 1112 Marketing Aktivitäten in 22 Märkten beinhaltet, stark gemacht. Das Ziel ist es authentische Erlebnisse mit bleibender Erinnerung zu produzieren.

Mit dem Angebot «First Ski Experience» beispielsweise, können Neulinge einen halben Tag auf den Skiern verbringen. Die Ausrüstung, das Skiticket sowie ein Skilehrer sind dabei inbegriffen. Es wird erwartet, dass dies vorallem für die Fernmärkte interessant sein kann. Zudem geht man davon aus, dass Leute wie in der Schweiz lebende Expats ein solches Angebot nutzen würden.

ST erwartet eine Renaissance der Nähe – sprich – dass Schweizer und Europäer in Zukunft allgemein wieder vermehrt in ihrer gewohnten Umgebung Ferien machen.

Herausforderungen:

  • Winter wird durch Klimawandel kürzer (Vergleich zu 1970 beginnt er 12 Tage später und endet 25 Tage früher)
  • Aufenthaltsdauer wird kürzer
  • Zahl der Skifahrer stagniert

Bergbahnen: Pricing im Skitourismus

Saas-Fee

Durch das Crowdfunding sollten 99'999 Personen gefunden werden, die ein Saisonabonnement in der Destination Saas-Fee kaufen. Für einen Preis von 222 Franken, das früher für 1050 Franken verkauft wurde. In dieser Saison wurde neu das Abonnement Gold verkauft, das weitere Vorteile für den Touristen hat.

  • Gratis Vollmond Skifahren¨
  • Gratis Nightevents
  • Bis zu 50% auf Ski- und Snowboardmiete
  • Gratis Gepäcktransport
  • 50 % auf Autoverlad Lötschberg

Crans-Montana Magic Pass

Beim Magic Pass machen 25 Skigebiete mit. Die zusammen mehr als 1'000 Pistenkilometer haben. Der Magic Pass ist für 359 Franken erhältlich. Die Zusammenarbeit ist nach dem Angebot von Saas-Fee gekommen.

Blatten-Belalp

Bei den Belalp Bahnen bestimmt das Wetter den Preis der Tageskarte. Grundlage dafür ist bei den Belalp Bahnen die Wettervorhersage für das „Hohbiel", die SRF Meteo acht Tage im Voraus prognostiziert. Diese Wetterprognose bestimmt den Preis der Tageskarte. Durch diese Prognose wird je nach Wetter eine Reduktion gewährt. Die Reduktionen belaufen sich bis zu 50 Prozent. Je höher die Reduktion desto schlechteres Wetter ist vorhergesagt. Ist nun beim Tag X schönes Wetter, obwohl die Prognose für diesen Tag schlecht war, muss der Kunde nicht einen Aufschlag bezahlen. Die Buchung diese Tickets läuft nur übers Internet. Es ist nicht möglich, dieses Ticket am Schalter zu erwerben.

Andermatt-Sedrun

Im Skigebiet Andermatt-Sedrun bestimmt neu das Angebot und die Nachfrage die Preise für die Tageskarte. Die Faktoren sind:

  • Hauptsaison oder Nebensaison
  • Wochentag
  • Wetter

Je tiefer die Nachfrage desto billiger die Tageskarte. Erwachsene fahren pro Tag ab 37 Fr. Ski, Senioren ab 34 Fr. Für Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren fahren ab 13 Fr. mit.

Fusion

Die Fusion der Bergbahnen Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp. Die neu unter der Name Aletsch Arena vermarktet wird. Durch die Fusion entstehen Synergieeffekte. Die Bahnen müssen nur eine Destination vermarkten und können so mehr Leute auf die Aletsch Arena locken. Der Umsatz der Bahnen wird sich steigern und dies kann gut für die Reinvestition gebraucht werden oder für den Bau von Beschneiungsanlagen.

Kooperation

Für das Projekt des Magic Passes arbeiten 25 Bergbahnen zusammen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Durch das Angebot von Saas-Fee wurden viele Bergbahnen unter Druck gesetzt. Durch die Kooperationen mehrerer Bergbahnen kann ein besseres Angebot für den Kunden generiert werden.

Zudem kooperieren auch die Bergbahnen Lenk mit Gstaad oder Adelboden und Kandersteg.

Tripping.com

Die Gründerin und auch CEO von Tripping.com, Jen O’Neil, hat sich zur Aufgabe gemacht eine Buchungsplattform für Ferienunterkünfte zu entwickeln, welche das Buchen vereinfacht. Auf Tripping.com werden alle top-Buchungsportale, wie Booking.com, vereint. Zuvor haben die Leute auf durchschnittlich 5 verschiedenen Webseiten gesucht, bevor sie sich für eine Unterkunft entschieden haben. Auf Tripping.com werden alle Angebote der verschiedenen Anbieter angezeigt, dabei ist auch gleich der beste Preis ersichtlich. Das mobile Buchen hat immer mehr zugenommen, dadurch öffnet sich der Markt auch für die «Millenials», welchen das unkomplizierte Buchen sehr wichtig ist.

 

 


DOWNLOAD

Panorama_Tourismustrends_scoopit.pdf


Authors

Holzer, Fabrice - 701a (2017); Sommer, Melanie - 701a (2017); Wahlen, Dan - 701a (2017)

 

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