Entwicklung der Luxushotellerie in der Schweiz

post by : sibylle.guldiman



Die Geschichte des Schweizer Tourismus

Beim Versuch der Zusammenfassung dieses Themas ist folgendes zu sagen: die Entdeckung der Schweiz als Tourismusdestination begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der «Grand Tour» für junge Adelsherren und der Pauschalreise durch Europa für englische Touristen mit dem Reiseführer Thomas Cook. Von da an zog es mehr und mehr Touristen in die Schweiz für Bergsport. Die Schweiz bemerkte diesen Anwuchs und begann, Werbung zu machen und Hotels und Kurorte zu erbauen. Schliesslich wurden die Passübergänge verbessert, die erste Zahnradbahn im Jahre 1871 eröffnet und 1882 der Gotthardeisenbahntunnel erbaut, um das Reisen noch einfacher zu gestalten. Für die anspruchsvollen, wohlhabenden und meist englischen Touristen wurden Luxushotels erbaut, um den Gästen viel Komfort und ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.  

Im 20. Jahrhundert setzten mehrere wirtschaftliche Krisen, wie die beiden Weltkriege, Inflationen und Lohnsenkungen dem Tourismus in der Schweiz zu, doch diese konnten diesem aber niemals den gar aus machen. Der Wintertourismus in der Schweiz war bei den Touristen und Einheimischen derart beliebt, dass trotz einiger Rückgängiger Phasen mehr Aufschwungs-Phasen dafür sorgten, dass der Tourismus in der Schweiz überleben konnte. Durch die Aufrüstung von Bergbahnen, Skipisten und Liftanlagen konnte auch im Sommer die Schweiz als Feriendestination besucht werden. 

Im 21. Jahrhundert setzt die zahlreiche und günstigere Auslandskonkurrenz dem Schweizer Tourismus schwer zu, weswegen vermehrt Touristen aus dem asiatischen Kontinent angeworben werden und Angebote auf deren Ansprüche erstellt werden. Der starke Franken bewegt die Schweizer Bevölkerung dazu, vermehrt Ferien im erschwinglichen Ausland zu machen, wohingegen das Ausland sich die Ferien in der teureren Schweiz nicht mehr leisten konnte. Durch den Klimawandel kommen zusätzliche Probleme besonders auf den Wintertourismus der Schweiz zu.

 

Die Schweizer Hotellerie heute

Seit vielen Jahrzehnten hat die Schweizer Hotellerie stark an Bedeutung gewonnen und bis heute hat diese steigende Bedeutung noch nicht ihren Sättigungspunkt erreicht.

Die Folgende Graphik veranschaulicht dieses Phänomen, im Jahre 2018 erfasste die Schweiz 4765 Hotels mit einem Schnitt von 58,9 verfügbare Betten pro Betrieb. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Hotel liegt bei 2 Nächten. Über 38,8 Millionen Franken wurden letztes Jahr durch Logiernächte in der Hotellerie generiert.  Als Leitbranche des Tourismus stellt die Beherbergung mit 4,2 Milliarden Franken (bzw. 23 %) den zweitgrössten Anteil an der touristischen Bruttowertschöpfung dar (nach dem Sektor «Transport»). Die 3 Gemeinden, die am meisten Geld generieren sind Zürich (mit 3,4 Mio. CHF pro Jahr), Genf (mit 2,2 Mio. CHF Pro Jahr) und Zermatt mit (1,4 Mio. CHF. Pro Jahr).

Laut einer Statistik, welche die meistbezahlten Logiernächte innerhalb der Schweiz auflistet, liegt Genf in den Jahren 2015 und 2014 auf erster Stelle. (leider war es uns nicht möglich eine aktuelle Statistik zu finden). Im September 2018 wurde ein Artikel veröffentlicht, in dem steht, dass die teuerste Hotelsuite der Welt sich in Genf im Hotel President Wilson befindet. Eine Nacht kostet CHF 75000.-. Die Suite beinhaltet 12 Schlafzimmer, 12 Badezimmer, ein eigenes Fitnesszentrum sowie schusssichere Fenster und Türen.

Die Anzahl Betriebe, Betten und Zimmer sowie der Anteil der Logiernächte wurden auf einer Graphik nach Sternekategorien ausgestellt. Es zeigt uns, dass es im Jahre 2015, 92 5-Sterne Hotelbetriebe in der Schweiz gegeben hat und der Prozentanteil der Logiernächte dafür nur 7% war. Man kann demnach feststellen, dass die meisten Leute in 3- und 4-Sterne Hotels übernachtet haben.

5-Sterne Hotel: Insbesondere die Möblierung und Ausstattung sind luxuriös und bieten höchsten Komfort. Der optische Gesamteindruck ist durchgängig in Form, Farbe und Materialien aufeinander abgestimmt. Die Kriterien eines 5-Sterne Hotels ändern sich von einem Land auf das andere. 

Wer in einem 5-Sterne-Hotel übernachtet, bewegt sich in der Luxusklasse und hat dementsprechend höchste Ansprüche an das Haus. Folgendes ist hier selbstverständlich:

-        Rezeption ist 24 Stunden am Tag mit mehrsprachigen Mitarbeitern besetzt

-        Concierge oder Hotelpage

-        Empfangshalle mit Sitzgelegenheiten und Getränkeservice

-        Personalisierte Begrüssung mit Blumen oder kleinem Geschenk auf dem Zimmer

-        Minibar und 24-Stunden Speisen und Getränke im Roomservice

-        Körperpflegeartikel in Einzelflakons

-        Internet-Endgerät auf dem Zimmer auf Wunsch

-        Safe im Zimmer

-        Bügelservice (innerhalb einer Stunde), Schuhputzservice

-        Abendlicher Turndownservice

-        Mystery-Guesting

-        Valet Parking Service

Die Abgrenzung zur Kategorie 4-Sterne ist wie folgt: 

-        Luxuriöser

-        Perfekte Dienstleistungsqualität

-        Sehr hoher Mitarbeitereinsatz

-        Grosszügigkeit der Zimmer

Das Hotel Burj Al Arab Jumeirah in Dubai wurde im Jahre 1999 eröffnet. Dieses Hotel wurde von ein paar Journalisten als 7-Sterne bewertet, ist aber trotzdem ein 5-Sterne Hotel. Um so hoch bewertet zu werden, muss das Hotel eine hervorragende Qualität anbieten. Ein paar Fakten, die dieses Hotel ausmachen sind: 

-        Instagram-Star, kein Hotel hat so viele Follower wie dieses, da es das meist fotografierte Gebäude der Welt ist. 

-        Das optisch klar dominierende Material des Gebäudes ist Gold.

-        Das Hotel besitzt sein eigenes 13-Meter langes Meerwasseraquarium.

Ein weltberühmtes Schweizer Beispiel wäre das Hotel "The Chedi Andermatt" vom ägyptischen Investor Samih Sawirisi, welches 2017 zum Schweizer Hotel des Jahres gekrönt wurde. Das Luxusresort umfasst heute sechs Hotels, 500 Appartements in 42 verschiedenen Gebäuden, 25 Chalets, Kongressräume sowie eine Schwimmhalle & einen 18 - Loch Golfplatz, erhoffen sie aber keinen Zimmerpreis unter 500 €.

 

 

 

 

 


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Authors

Fontaine, Julie - 701a (2019); Guldimann, Sibylle - 701a (2019); Horak, Lara - 701a (2019)

 

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